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Die Jahre 1966 bis 1970

Das zweite Jahrzehnt des Bestehens des Vereins begann mit einem stolzen Rückblick auf die ersten zehn Jahre und die in diesen Jahren geleistete Arbeit. So konnten mehr als 300 Veranstaltungen ausgerichtet werden. Dieses verlangte den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern ein hohes Maß an Zeit und Arbeitskraft ab. Immer wieder zum Bewußtsein kam die Notwendigkeit der Gestaltung eines eigenständigen Kulturlebens zum Ausgleich der nach 1945 durch die willkürliche Ziehung der Zonengrenze entstandenen vielfältigen Nachteile.

Auf- und ausgebaut wurde in dieser Zeit der freundschaftliche Kontakt zum Kreiskulturverband Herzogtum Lauenburg, der besonders auf musikalischem Gebiet eine für alle Seiten sehr angenehme Zusammenarbeit mit sich brachte.

Das Angebot an Veranstaltungen blieb vielfältig und wurde in diesen Jahren trotz der bestehenden Probleme weiter ausgebaut. Regelmäßiger Gast bei Theateraufführungen war nach wie vor die Landesbühne Verden, ebenso unternahm man Fahrten zum Ohnsorg-Theater nach Hamburg oder zum Stadttheater nach Lüneburg. Außerdem wurden Konzerte, Filmabende, Vortragsreihen zu den verschiedensten Themen sowie Ausflugsfahrten angeboten. Als kleine Besonderheit der damaligen Zeit ist ein Auftritt des Bläserquintetts der mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin am 07. November 1966 zu erwähnen.

In das Jahr 1966 fällt ein weiteres für den Verein bedeutendes Ereignis: Am 10. September wird das Kücken-Archiv, das von Herrn Dr. Welter aus Lüneburg bearbeitet wurde, im Rahmen einer Feier übernommen und in der Heimathalle aufgestellt.

Obwohl das Fernsehen in diesen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat konnte der Verein 1966  19 Veranstaltungen ausrichten, die bei leicht rückläufigem Zuspruch immerhin noch von 2.354 Menschen besucht wurden.

Personell fallen in diese Zeit weitere Ablösungen von Vorstandsmitgliedern. Herr Amtsgerichtsrat Richard Brick schied 1967 als 1. Vorsitzender aus, da er nach Northeim versetzt wurde. Zum Abschied wurde Richard Brick zum Ehrenvorsitzenden des KHK gewählt.  Sein Amt des 1. Vorsitzenden übernahm der Rektor Helmuth Schneider, der 1965 bereits Ludwig Quent als 2. Vorsitzenden abgelöst hatte. Das Amt des 2. Vorsitzenden und die Betreuung der Heimathalle übernahm 1967 Herr Stadtdirektor Walter Neumann. 1966 löste der Drogist Otto Ohlendorf den Stadtdirektor Egon Wolter als Kulturwart ab, da dieser Bleckede nach nur einem Jahr wieder verlassen hat. Nach einem weiteren Jahr löste Friedrich C. Daegel dann 1967 Otto Ohlendorf ab und wurde erneut zum Kulturwart gewählt. Ebenfalls 1967 übernahm Frau Gertrud Schlüter das Amt der Schrift- und Pressewartin.

Die Jahre 1971 bis 1975

In der Zeit ab 1970 durchlebte der Verein eine schwierige Phase. Obwohl man auf den konstanten Rückhalt von mehr als 200 Mitgliedern bauen konnte, fehlten ein wenig die Impulse sowie die finanziellen Mittel und das Angebot mußte ausgedünnt werden. Mit dieser Notwendigkeit ging zwangsläufig ein Verlust an Attraktivität einher. So mußten unter anderem die Angebote eigener Theateraufführungen und die Organisation von Lichtbildvorträgen eingestellt werden. In Zusammenarbeit mit Vereinen aus der Umgebung konnte aber wenigstens ein Teil der Theateraufführungen erhalten werden und es konnten zusätzlich auch Ausflüge wie beispielsweise Fahrten ins Zonengrenzgebiet , in den Harz oder nach Lübeck angeboten werden. Konzerte wurden in bewußt kleinem Rahmen und deshalb ohne finanzielles Risiko für den Verein aufgeführt.

1972 gab Helmuth Schneider das Amt des 1. Vorsitzenden ab, Nachfolger wurde Friedrich C. Daegel. Edelgard Pohlmann übernahm das Amt der Kulturwartin. 1975 legte Friedrich C. Daegel dann aus persönlichen Gründen den Vorsitz nieder und stürzte den Verein damit in eine kleine Krise. Der 2. Vorsitzende Walter Neumann leitete die Mitgliederversammlung 1975, auf der sich zunächst kein Nachfolger für den zurückgetretenen Friedrich C. Daegel fand. Da der Verein gemäß Satzung einen Vorsitzenden haben muß, erklärte Erfriede Meyn sich nach langem Zögern bereit, das Amt zu übernehmen. Sie nahm die einstimmige Wahl an und rettete damit den Verein. Auf telefonische Nachfrage aus der Versammlung erklärte H. Scheffler sich bereit, Elfriede Meyn bei der verantwortungsschweren Aufgabe zu unterstützen. 2. Vorsitzender blieb Walter Neumann, Kassenwartin, Erika Ebel, Kulturwartin Edelgard Pohlmann und Schrift- und Pressewartin Gertrud Schlüter.



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