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Dr. Lukas Jockel


wurde 1990 als Pressewart in den Vorstand gewählt, wirkte seit 1993 als Kulturreferent und übernahm 1999 den Vorsitz, den er, neben seiner Verantwortung für die musikalische Planung, bis 2007 innehatte. Weitere Vorstandsmitglieder in dieser Zeit waren Dagmar Dützmann, Astrid Wisser, Dr. Matthias Heckerodt, Kirsten Raugust, Heike Kleist, Eirwen Gosselk und Sabine Wölk-Rötzer. Ohne die engagierte Zusammenarbeit aller gemeinsam wäre die Durchführung so mancher Projekte in allen diesen Jahren nicht möglich gewesen. 

 

Ein besonderes Anliegen von Dr. Lukas Jockel war es, die Musik des 20. Jahrhunderts, besonders die der so genannten Frühen Moderne, in Zwiesprache mit der Klassischen Musik, vorzustellen. Die osteuropäische Musik und Musik aus dem jüdischen Kulturraum (Gruppe Avodah und Gruppe Freijlechs) bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Dr. Lukas Jockel organisierte kunst- und kulturhistorische Tagesfahrten nach Wismar, Güstrow, Wolfenbüttel, Schleswig, Bremen, Altona und Hamburg. 

 

Anläßlich des 50. Jubiläums des Vereins wurde die Fotografin Julia Baier eingeladen, ein Fotoportrait von Bleckede und seinen Bürgern zu erstellen. Die so entstandenen eindrucksvollen Fotografien, auf denen mit liebevollem, klarem Blick das Portrait von so manchem jungen und altem Bleckeder Bürger eingefangen wurde, wurden im November / Dezember 2005 im Gerhard-Fietz-Haus gezeigt. Dazu erschien auch ein schön gestalteter Katalog. 

 

Das Anliegen von Dr. Lukas Jockel war es auch, eine Auseinandersetzung mit der jüdischen Stadtgeschichte und den schwierigen Zeiten der Naziherrschaft anzustoßen. 

So fand am 10. September 2006 eine vielbesuchte Veranstaltung zur KZ-Außenstelle Alt Garge in Form einer Informationsveranstaltung in der Erlöserkirche in Alt Garge statt. Anschließend wurden den Gedenkstein des ehemaligen KZ-Außenlagers besucht sowie der Ort, an dem früher das Kraftwerk gestanden hatte.

 

Dr. Lukas Jockel setzte nach seinem Rückzug aus der aktiven Vereinsarbeit diese spezielle Arbeit fort mit der Gründung der AG "Juden in Bleckede". Diese AG erreichte, nach intensiven Recherchen von Bodo Christiansen und in Zusammenarbeit mit der Stadt Bleckede und den Kirchen, im Sommer 2011 die Errichtung und Einweihung eines Gedenksteins (Entwurf Johannes Kimstedt) zur Erinnerung an die ermordeten Juden Bleckedes in den Jahren 1940 - 1944.

 

Bleckede, im März 2013

Erika Tipke



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