Nicholas Christopher Milton und die Göttinger Symphoniker begeisterten das Publikum im Bleckeder Haus
Mit Spannung erwarteten die Besucher die Göttinger Symphoniker mit ihrem neuen Dirigenten, der hatte sich bereits etwas mit Bleckede vertraut gemacht. War er doch vor dem Konzert auf dem Elbdeich, um frische Bleckeder Elbluft einzuatmen. Zudem war ihm am Ortsschild gleich das Logo zur 800-Jahrfeier, sodass er bei der Begrüßung die Störche erwähnte, die eine besondere Bedeutung für unsere Gegend haben. Selbst den typischen norddeutschen Gruß „Moin!“ hatte der gebürtige Australier schon akzentfrei gelernt.
Kein Wunder, dass das Publikum und der Dirigent gleich Gefallen aneinander fanden. Mit Johannes Brahms „Ungarischem Tanz Nr. 1“ begann unter dem Motto „Von Budapest nach Wien“ eine temperamentvolle, musikalische Reise. Wie ein roter Faden führte der Einfluss der typisch ungarischen Roma-Musik durch das Programm. Brillant die erst 18-jährige Geigerin Anne Luisa Kramb. Sensibel und nuancenreich brachte sie Introduktion und Rondo capriccioso des musikalischen Wunderkindes Camille Saint-Saens zum Ausdruck. Geschrieben hatte Saint-Saens das Werk für den spanischen Geiger Pablo de Sarasate. So fehlte Pablo de Sarasates anspruchsvolle „Zigeunerweisen“ auch nicht im Programm. Sie sind eine echte Herausforderung für Violinisten. Die junge Anne Luisa Kramb erwies sich als eine Meisterin ihres Faches. Sie bot ein exzellentes Spiel. Das entzückte Publikum dankte es mit Beifallsstürmen. Passend zeigte die Solistin ihren Dank mit einem Csardas von V. Monti.
Ungarische Klänge und Roma-Einfluss dominierten wie die Overtüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ und der Csardas aus der Operette „Die Fledermaus“ (beide Johann Strauss Sohn). Hector Berlioz „Ràkòszi-Marsch“ ließ die ungarische Seele in ihrer melancholischen und impulsiven Spannweite spüren. Emotional intensiv ungarisch der Csardas aus der Oper „Ritter Pasman“ und „Eljen a Magyar! Polka schnell“ (Johann Strauss Sohn). Der geniale Johann Strauss Sohn gehörte damit zu den Stars des Abends. Zur Hochstimmung trugen der „Frühlingsstimmenwalzer“ und die Polka schnell „Unter Donner und Blitz“ bei. Was für ein Vergnügen wenn man von Budapest nach Wien „An der schönen blauen Donau“ unterwegs ist!
„Ob der neue Dirigent auch den Radetzky-Marsch im Gepäck hat?“ mag sich mancher Gast gefragt haben. Was für ein Gedanke! Ohne diesen Marsch kein „Prosit Neujahr!“ Gekonnt das Zusammenspiel des großartigen Dirigenten mit dem renommierten Orchester und dem froh gestimmten Publikum, das sich begeistert von den schwungvollen und leidenschaftlichen Melodien mitnehmen ließ.
Ein furioser Konzertabend der Extraklasse!

Aus der Begrüßungsrede des 1. Vorsitzenden Dr, Matthias Heckerodt
Dr. Heckerodt wünschte allen Gästen und ihren Familien zum neuen Jahr alles Gute, viel Glück, Freude, Erfolg und Zufriedenheit. Er betonte die Hoffnung auf ein friedliches 2019 für die Welt. „Hoffen wir auch, dass alle Politiker in Kommunen, Ländern und im Bund erkennen, dass auch Kultur wichtig ist. Lassen wir alle es nicht zu, dass Kultur zur Streichmasse der Sparhaushalte wird. Denkt an den ländlichen, strukturschwachen Raum. Auf dem Land muss es lebenswert bleiben!“
Dr. Matthias Heckerodt sagte, dass die für den Kultur- und Heimatkreis große Herausforderung „Neujahrskonzert“ mit einem erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden ist. „Das alles ist nur möglich,da Sie, liebes Publikum uns die Treue halten und wir immer mit einem vollen Haus rechnen können. Hierfür danken wir Ihnen ganz besonders.“ Herzliche Dankesworte richtete er an die Vertreter der Großsponsorin Volksbank Lüneburger Heide eG, den Filialleiter der Filiale Bleckede, Herrn Storch und Gattin, sowie die Aufsichtsräte der Volksbank: „Sie und Ihre Vorgängerinstitute unterstützen uns nun im 26. Jahr. Nur dadurch können wir uns dieses hochklassige Konzert leisten. Denn trotz vollem Haus sind die Kosten nicht ausschließlich durch die Eintrittsgelder zu decken. Wir hoffen, dass die Volksbank dieses großartige Sponsoring für unser Neujahrskonzert in den nächsten Jahren fortsetzt. Auch zu dem Sektempfang vor dem Konzert sind Sie, liebes Publikum, von der Volksbank eingeladen worden. Ich glaube, das ist einen Applaus wert.“
Seinen Dank richtete der Vorsitzende ebenfalls an Bürgermeister Jens Böther: „Mit der Stadt Bleckede verbindet uns eine besonders gute Zusammenarbeit. So hat sie uns heute wieder das Bleckeder Haus zur Verfügung gestellt. Des weiteren unterstützen uns Bürgermeister und Stadt Bleckede, wo es nur möglich ist.“ Dr. Heckerodt dankte Andrea Harnisch, Elbhof Harnisch, für die Bewirtung, dem Bauhof der Stadt Bleckede unter der Leitung von Herrn Steffen für den gestaffelten Bühnenaufbau, sowie der Schützengilde Bleckede mit ihrem Schützenpräsidenten Herbert Beusch für die Zurverfügungstellung der Schießhalle, die als Garderobe für die Künstler dient. Außerdem dankte Herr Dr. Heckerodt allen Vorstandsmitgliedern für die Übernahme der ehrenamtlichen Arbeit für den Verein.
„Wenn Sie unseren Verein unterstützen möchten werden Sie Mitglied bei uns.“ Es lohnt sich für Sie, weil es die Gestaltung eines kulturellen Programms für unsere Region ermöglicht. Eine Beitrittserklärung können Sie hier heute Abend oder später bei allen Vorstandsmitgliedern erhalten. Wir sind der größte und nach Mitgliedern stärkste Kulturverein im Landkreis Lüneburg und in der Region. Unterstützen Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft! Lassen Sie uns nun von den Göttinger Symphonikern und ihrem neuen Dirigenten NIcholas Milton, auf den wir alle sehr gespannt sind, an die Donau entführen.“
„Das war ja ein Konzert! Meine Frau und ich waren total begeistert. Der neue Dirigent hat ja wirklich Vollgas gegeben. Danke an den Kultur- und Heimatkreis für die alljährliche Ausrichtung. Ein Highlight für die ganze Region!“
Dankesworte von Jens Böther, Bürgermeister der Stadt Bleckede, an den Kultur- und Heimatkreis Bleckede und Umgebung e. V.
